Pflichtversicherung wirksame Hilfe bei Hochwasser & Co.?

Unwetter ziehen immer öfter über Deutschland hinweg und hinterlassen oft Spuren der Verwüstung: „Das Schlimmste: Am Ende schauen die meisten Geschädigten häufig in die Röhre“, klagt Lilo Blunck, Geschäftsführerin des Bundes der Versicherten (BdV). Nach dem niedersächsischen Hochwasser an Weser und Leine sowie im Landkreis Hildesheim fordert die BdV-Chefin die Bundesregierung nachdrücklich auf: „Schaffen Sie – zur Not auch im europäischen Alleingang – endlich Voraussetzungen für eine Pflichtversicherung zur Regulierung von Schäden aus solchen Katastrophen!“

 

Der BdV, mit 50.000 Mitgliedern Deutschlands größte Verbraucherschutzorganisation für Versicherungen, fordert eine solche Pflichtversicherung schon seit Jahren. „Bisher haben Politiker immer darauf verwiesen, dass eine solche Versicherung in Europa nicht durchzusetzen sei.“

Angesichts der sich häufenden Ereignisse landauf, landab dürfe das kein Argument mehr sein. Lilo Blunck: „Ich appelliere an die Bundesregierung: Wenn es grenzüberschreitend nicht geht, dann muss Deutschland eben mit einem Modell vorangehen. Das hat sich doch in der Vergangenheit auch schon bewährt.“

Heute ist die Lage nach Darstellung der BdV-Chefin für Betroffene so: Viele Verbraucher stehen nach Schäden durch Naturereignisse wie Überschwemmungen mit leeren Händen da, weil die klassische Hausrat- und Wohngebäudeversicherung nur Versicherungsschutz bei Schäden durch Leitungswasser bietet.

Schäden durch Witterungsniederschläge (Überschwemmung) oder andere Gefahren wie Erdbeben, Erdrutsch, Erdsenkung, Schneedruck und Lawinen sind nicht versichert. Dafür ist der Abschluss einer Elementarschadenversicherung nötig. „Das Problem ist aber“ fasst Lilo Blunck zusammen, „dass viele Verbraucher, die eine Elementarschadenversicherung abschließen wollen, diese gar nicht bekommen, weil sie in einem Risikogebiet wohnen.“

Ansprechpartner für Medienvertreter: Lilo Blunck oder Thorsten Rudnik
Henstedt-Ulzburg, 01.10.2007

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