Zahl der Beschwerden in der PKV hat abgenommen

Laut dem Ombudsmann Dr. Helmut Müller hat die Zahl der Beschwerden in der PKV abgenommen. Insgesamt wurden 2012 nur noch 6.354 Schlichtungsanfragen gestellt.

Verbraucher, die mit dem Vorgehen ihrer privaten Krankenversicherung nicht einverstanden sind, können sich beim Ombudsmann Private Krankenversicherung und Pflegeversicherung beschweren. Von dieser Möglichkeit der Beschwerde über die PKV machen unübersehbar immer weniger Versicherte Gebrauch.

Höchstwert aus dem Vorjahr wurde nicht erreicht

Medienberichten nach zu beurteilen hat die Zahl der Beschwerden im vorherigen Kalenderjahr im Vergleich mit der Beschwerdeanzahl aus 2011 abgenommen. Der Ombudsmann musste den Veröffentlichungen nach 6.354 Schlichtungsanträge im Jahr 2012 zur Bearbeitung annehmen. Nachfolgenden einen Überblick über die Beschwerdeentwicklung in den letzten fünf Jahren:

Beschwerdeentwicklung von 2008 bis 2012
Beschwerdeentwicklung von 2008 bis 2012

Auch wenn 157 Anträge weniger nach einer Winzigkeit klingen, so ist eine Schmälerung von Beschwerden in der PKV gewiss beachtlich. Immerhin ist der Gang zum Streitschlichter Ombudsmann der privaten Krankenversicherung und Pflegeversicherung ein kostenloser. 2011 wurden mit 6.511 Beschwerden noch so viele Schlichtungsanträge wie nie zuvor innerhalb eines 12-Monats-Zykluses notiert.

Erster Rückgang der Beschwerdezahl seit neun Jahren

In besonderem Maße ist dies beeindruckend, da die Anzahl der Beschwerden in der PKV seit dem Jahr 2003 mit jedem weiteren Kalenderjahr nach oben kletterte. Nun konnte der PKV-Ombudsmann Dr. Helmut Müller allerdings eine Abnahme der Anfragen nach einer Schlichtung registrieren.

Dr. Müller leitet die Schlichtungsstelle zum zweiten Mal. Bereits von Juli 2007 bis zum Dezember 2010 war er im Einsatz. Nachdem sein Nachfolger verstarb, kehrte Dr. Helmut Müller in das Amt zurück. Der Ombudsmann konnte den Berichten aus den Medien nach in etwa jedem vierten Fall eine Lösung für den Versicherten in der PKV finden.

Zahl der Schlichtungen wegen Beitragserhöhungen sinkt

Abgenommen haben zur gleichen Zeit die Schlichtungsanfragen, bei denen es um Beitragserhöhungen ging. Nach sechs Prozent im Jahr 2011 sank die Quote dieser Beschwerden auf ein Niveau von 4,4 Prozent. Dies soll dem Tätigkeitsbericht des Ombudsmannes nach an den größtenteils stabilen PKV-Beiträgen im Jahr 2012 gelegen haben. Die meisten Beschwerden drehten sich laut den Informationen um Streitigkeiten bei medizinischer Notwendigkeit von Behandlungen und um unterschiedliche Sichtweisen bei der Auslegung der Gebührenordnung.

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