Wenn die bunten Fahnen wehen – Fußballfans rüsten wieder auf

 

Fußball-Deutschland feiert: Wieder rüsten die Fans auf. Deutschland-Farben allüberall, kein Auto ohne Stander. Schwarz-Rot-Gold hat Hochkonjunktur. Doch bei aller Freude über die Fußball-Europameisterschaft sollte niemand die Sicherheit vergessen. Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV): „Wer sich ein Fähnchen an sein Auto hängt, muss wissen, dass er für jeden Schaden, den das Teil auslösen kann, haftbar ist.“

Niemand will eine Spaßbremse sein, aber: Fußballfans mit Fähnchen am Auto sollten vor Autobahnfahrten „Flaggenparade“ machen und die Fahne abnehmen. Lilo Blunck: „Verkehrsexperten weisen darauf hin, dass schon leicht erhöhte Geschwindigkeit die Flagge aus der Halterung reißen kann. Dass ein herumfliegender Stander für andere Menschen schmerzhafte Folgen haben und für größeren Schaden sorgen kann, liegt bei näherer Betrachtung auf der Hand.“

Zwar zahlen die Kfz-Haftpflichtversicherer, wenn durch die Flagge ein Malheur passiert. Aber beim Einbruchdiebstahl werden die Kaskoversicherer zurückhaltend. Denn nach ihrem Verständnis gehört ein Stander nicht ans Auto, weil er das Einbruchrisiko erhöht. Durch das Einhängen der Flaggenhalterung in die Scheibe werde der ordnungsgemäße Verschluss beeinträchtigt.

„Damit keine Missverständnisse aufkommen“, fasst Lilo Blunck zusammen: „Die Flagge am Auto ist nicht verboten. Aber der BdV empfiehlt trotzdem, sie spätestens vor der Fahrt auf Landstraße oder Autobahn zu entfernen. Ansonsten wünschen wir allen Fußballfans viel Spaß an den Spielen und unserer Mannschaft natürlich den Sieg.“

V.i.S.d.P.: Lilo Blunck.

Henstedt-Ulzburg, 05.06.2008

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