GKV: Experten erwarten Zusatzbeiträge ab 2014

Experten erwarten Zusatzbeiträge ab 2014
Experten erwarten Zusatzbeiträge ab 2014

Ungeachtet der Überschüsse bei den gesetzlichen Krankenversicherungen müssen sich Versicherte wohl wieder auf Zusatzbeiträge einstellen. Experten rechnen spätestens 2014 damit.

Steigende Medizinkosten und sinkende Konjunktur als Gründe

Zu dieser Einschätzung kommt der Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen. Wie der Vorsitzende des Rates, Eberhard Wille, erklärte, könnte ein Großteil der Krankenkassen auch schon in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 wieder Zusatzbeiträge erheben. Spätestens aber 2014 sorgen demnach die nachlassende Konjunkturerwartung und die steigenden Medizinkosten für eine Beitragserhöhung in der GKV.

Zusatzbeiträge als Rückschluss auf die Haushaltslage

Nach Auffassung der Experten im Gesundheitswesen lassen die Zusatzbeiträge auch Rückschlüsse darauf zu, wie es um die Haushaltslage der über 150 Krankenkassen in Deutschland bestellt ist. Hierbei gibt es eine Reihe von Faktoren wie Struktur und Level von Satzungsleistungen und Mehrleistungen, Dichte des Geschäftsstellennetzes oder aber die Qualität des Services.

Während es einigen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bestens geht, schaffen andere den Nachweis der ausreichenden Mindestreserven für die Aufsichtsbehörde nur mit Schwierigkeiten.

Zusatzbeiträge sorgen für Krankenkassenwechsel

Dass die Krankenversicherungen selbst strikt gegen die Zusatzbeiträge sind, erklärt sich auch in einem weiteren Punkt, den der Sachverständigenrat ausführlich erläuterte. Denn die Beiträge sind ein Auslöser für zahlreiche Krankenkassenwechsel. Rund 90 Prozent aller Netto-Mitgliederverluste der GKV sind dieser aktuellen Studie zufolge bei Krankenkassen zu verzeichnen, die einen Zusatzbeitrag erhoben haben.

Bei den 20 größten deutschen Krankenkassen haben vier Ende des vorigen Jahres einen Zusatzbeitrag erhoben. Von Anfang des Jahres 2010 bis zum 1. Oktober 2011 verbuchten diese vier Kassen einen Mitgliederschwund von satten 12,6 Prozent. Dies bedeutet den Verlust von mehr als einer Million Mitgliedern.

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