Krankenversicherungen: Beitragsschulden enorm gestiegen

Außenstände belaufen sich auf 1,67 Milliarden Euro
Außenstände belaufen sich auf 1,67 Milliarden Euro

Laut einem aktuellen Medienbericht sind die Beitragsschulden der Krankenversicherungen enorm gestiegen. Dies bestätigte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

In der gesetzlichen Krankenversicherung sollen diese innerhalb von einem Jahr um 55 Prozent gestiegen sein. Demnach beträgt die Summe der nicht gezahlten Beiträge insgesamt 1,67 Milliarden Euro. Im August 2011 stand dieser Wert den neuesten Informationen zufolge noch bei 1,08 Milliarden.

Kassenpflicht besteht für jeden Bewohner

Allein bei der Barmer GEK sollen insgesamt 52.000 Privatschuldner vorhanden sein, die der Versicherung 227 Millionen Euro schulden. Zudem sind weitere 300 Millionen Euro aufgelistet, die Arbeitgeber für ihre Beschäftigten nicht bezahlt haben.

Hintergrund für die säumigen Zahlungen ist die Versicherungspflicht, die die einstige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt vor fünf Jahren eingeführt hatte. Demnach muss jeder Deutsche einer Kasse angehören. Allerdings zahlen vielmals Selbständige und arme Menschen ihre Beiträge nicht.

Versicherungen können Leistungen aussetzen

Wer seine Beiträge schuldet, der wird in der Regel mehrfach angemahnt und zudem werden Säumniszuschläge fällig. Schließlich könnten die Versicherungen anschließend die Leistungen aussetzen oder Pfändungen veranlassen. Allerdings müssen auch akute Erkrankungen, Schmerzzustände und Schwangerschaftsbehandlungen sowie Mutterschaftsbehandlungen ausgeführt werden.

Nach Auffassung einiger Politiker sollten Selbständige mit einem geringen Einkommen bei den Beiträgen zur Krankenkasse entlastet werden, damit sie nicht in Zahlungsprobleme getrieben werden.

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