Debeka kontert Parteien-Kritik mit Vorzügen der PKV

Die Debeka wehrt sich gegen die Parteien-Kritik
Die Debeka wehrt sich gegen die Parteien-Kritik

Zwischen der Debeka und den Oppositionsparteien herrscht derzeit eine angespannte Stimmung. Denn jetzt konterte die Debeka die Parteien-Kritik mit den Vorzügen der PKV.

Zwischen der größten deutschen privaten Krankenversicherung und den Oppositionsparteien bahnt sich alles andere als eine große Liebe an. Während einige Politiker in diesen bereits vom Bundeswahlkampf geprägten Tagen zu einer Abschaffung der PKV tendieren, wirft die Debeka die Vorzüge der privaten Krankenversicherung in den Ring. Eine verschärfte Tonart ist spürbar.

Bürgerversicherung und Abschaffung der GKV sind geplant

Die Umstrukturierung des Gesundheitssystems – kaum ein anderes Reizthema stand sicherlich mehr auf der Agenda der deutschen Politiker in den zurückliegenden Jahren. Da ist es wenig spektakulär, dass sich insbesondere die Oppositionsparteien im deutschen Bundestag im Wahljahr 2013 dieser Problematik angenommen haben.

SPD, Grüne und Linke drängen auf eine Bürgerversicherung und die Auflösung der privaten Krankenversicherung. Bemängelt wird von den Kritikern der PKV in besonderem Maße die fehlende Wirtschaftlichkeit. Pläne, nach denen die privaten Assekuranzen lediglich noch als Zusatzversicherung zur GKV positioniert werden sollen, machen bereits seit längerer Zeit die Runde.

Debeka wirft Politikern bewusste Falschaussage vor

Dass dies den privaten Krankenversicherern nicht so richtig schmecken kann, dürfte nur wenige Beobachter des Szenarios verwundern. Jedoch: der Ton wird rauer. Der Vorstand des größten deutschen privaten Krankenversicherers Debeka warf den handelnden Politikern der Opposition einen geringen Sachverstand vor. Uwe Laue forderte die Parteioberen wie SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles dazu auf, sich besser zu informieren, bevor sie die Bevölkerung mit falschen Aussagen bewusst oder unbewusst in die Irre führen. Der Debeka-Vorstand spricht in diesem Zusammenhang sogar von einer bewussten wahltaktischen Falschaussage der Politiker.

Verwaltungsaufwand liegt bei der Debeka deutlich unter dem PKV-Schnitt

Der Vertreter der Debeka belässt es indessen nicht bei einer deftigen Kritik an Frau Nahles und Co. Als Entgegnung will der GKV-Manager lieber Zahlen für sich sprechen lassen. Eine eigene Erhebung der Debeka lässt Laue zufolge erkennen, dass die privaten Krankenversicherungen eine merklich kostengünstigere Arbeitsweise an den Tag legen.

Hierzu führte der Debeka-Vorstand aus, dass im Jahr 2011 für jeden gesetzlich versicherten Menschen in Deutschland Verwaltungskosten von 134 Euro im Jahr verzeichnet worden sind. Demgegenüber stünden bei der Debeka ganze 13,49 Euro pro Mitglied. Selbst unter Einbeziehung der Abschlusskosten – ein nach Auffassung von Laue sehr umstrittenes Vorgehen – liegt der Verwaltungsaufwand bei maximal 57,78 Euro. Mit einem großen Interesse werden wir im Auge behalten, ob eine Reaktion der Politiker auf dieses Zahlenmaterial des größten deutschen Privatversicherers folgen wird.

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